Die feste Reihenfolge für eine Lockenroutine lautet: Shampoo → Conditioner (einmal pro Woche eine Maske) → Leave-in → Styler → Trocknen → Öl oder Serum zum Schluss. Von dünn nach dick, von Wasser zu Öl: erst reinigen, dann Feuchtigkeit geben, dann diese Feuchtigkeit einschließen. Starte mit einer Basisroutine aus drei Produkten und baue erst aus, wenn du merkst, was deinen Locken fehlt. Hier liest du, wie jeder Schritt funktioniert, was sich je nach Lockentyp unterscheidet und woran du erkennst, ob deine Routine passt.
Die Reihenfolge auf einen Blick
Jeder Schritt bereitet den nächsten vor. Shampoo reinigt Kopfhaut und Haar, damit der Conditioner gut haften kann. Der Conditioner glättet den Haarschaft so weit, dass du entwirren kannst. Ein Leave-in bringt Feuchtigkeit und Pflege, die im Haar bleiben, ein Styler gibt Form, und Öl oder Serum legst du ganz zum Schluss darüber, um alles vor Frizz zu schützen.
Drehst du die Reihenfolge um und trägst zum Beispiel Öl vor dem Leave-in auf, bildet das Öl einen Film, durch den wasserbasierte Produkte schlecht hindurchkommen. Das Ergebnis: Locken, die sich außen fettig anfühlen und innen trotzdem trocken sind.
Basisroutine (für den Einstieg)
Erweiterte Routine
- Shampoo
- Conditioner oder einmal pro Woche eine intensiv pflegende Maske
- Leave-in
- Styler (Creme, Gel oder Mousse nach Wahl)
- Serum oder Haaröl als Finish
- Zwischendurch: Entwirrungsspray und ein Refresh an Tag 2-3
Waschtag Schritt für Schritt
1. Reinigen
Mach dein Haar gründlich nass und verteile das sulfatfreie Shampoo auf der Kopfhaut, nicht in den Längen. Massiere mit den Fingerkuppen, nicht mit den Nägeln. Der Schaum, der beim Ausspülen durch die Längen läuft, reicht für die Spitzen völlig aus.
2. Conditioner und Entwirren
Drück das Haar sanft aus und trage den Conditioner großzügig auf, vor allem in Längen und Spitzen. Jetzt ist der richtige Moment zum Entwirren, denn das Haar ist gerade am glattesten: unten an den Spitzen anfangen und dich nach oben arbeiten, mit den Fingern oder einem grobzinkigen Kamm. Lass den Conditioner ein paar Minuten einwirken.
3. Leave-in
Sprühe das Leave-in-Spray in tropfnasses Haar. Verteile es mit der Praying-Hands-Methode (Haar zwischen den flachen Händen) und knete die Locken nach oben. Wie viel und wann, steht im Leave-in-Ratgeber.
4. Styler
Für mehr Definition und längeren Halt kommt jetzt ein Styler darüber. Gel gibt den meisten Halt, Creme die weichste Locke, Mousse das meiste Volumen.
5. Öl oder Serum
Ein paar Tropfen Öl oder Serum kannst du zu zwei Zeitpunkten verwenden: ins nasse Haar, um Feuchtigkeit einzuschließen, oder ins trockene Haar, um einen Gel-Cast herauszukneten und Frizz zu glätten. Wenig reicht; fang mit ein oder zwei Tropfen an.
6. Trocknen
- Plopping: Lege deine Locken 10 bis 20 Minuten in ein Baumwoll-T-Shirt oder ein Mikrofasertuch.
- Diffusen: Föhne mit Diffusor auf niedriger Hitze und Stufe. Halte die Locken in der Schale des Diffusors und bewege so wenig wie möglich.
- Lufttrocknen: am schonendsten, dauert aber länger und gibt am Ansatz oft weniger Volumen.
Egal, wofür du dich entscheidest: Fass dein Haar nicht an, bis es ganz trocken ist. Anfassen beim Trocknen ist der schnellste Weg zu Frizz.
Tag 2 und 3: auffrischen statt neu waschen
Du musst nicht jeden Tag die komplette Routine machen. An den Tagen zwischen den Wäschen befeuchtest du deine Locken leicht mit Wasser oder einer Sprühflasche, sprühst etwas Leave-in in die Längen und knetest die Form zurück. Knoten löst du mit Entwirrungsspray und den Fingern.
Im Ratgeber Locken auffrischen findest du Techniken für jede Situation, etwa plattgelegene Locken oder Haar, das morgens in alle Richtungen absteht. Wie viele Tage du zwischen zwei Wäschen vergehen lassen kannst, hängt von deiner Kopfhaut ab; mehr dazu in wie oft du lockiges Haar waschen solltest.
Die wöchentliche Maske
Einmal pro Woche ersetzt du den normalen Conditioner durch eine Haarmaske. Trag sie nach dem Shampoo auf, lass sie länger einwirken als einen Conditioner (halte dich an die Angabe auf der Verpackung) und spül sie aus.
Ist dein Haar sehr trocken oder frizzig, darf es öfter sein. Fühlt es sich nach der Maske eher schlaff, schwer oder strohig an, nimm sie seltener.
Unterschiede je nach Lockentyp
Die Reihenfolge bleibt für alle gleich; Menge und Styler unterscheiden sich. Wenn du dir bei deinem Typ unsicher bist, hilft dir Lockentyp bestimmen.
Typ 2 (Wellen)
Wellen werden schnell schwer. Nimm am Ansatz wenig Conditioner, spül ihn gut aus und halte das Leave-in leicht. Gel oder Mousse geben mehr Halt als eine reichhaltige Creme. Öl nur in die Spitzen und sparsam.
Typ 3 (Locken)
Typ 3 profitiert oft von Schichten: Leave-in plus Gel für eine Definition, die den Tag übersteht.
Typ 4 (Krauses Haar)
Typ 4 hält Feuchtigkeit schlechter. Hier funktioniert ein reichhaltigerer Ansatz meist besser, etwa die LOC- oder LCO-Methode (Leave-in, Öl, Creme bzw. Leave-in, Creme, Öl). Entwirre in Partien und nur mit viel Conditioner. Eine Maske geht wöchentlich oder öfter.
Anfängerfehler, die du dir sparen kannst
- Zu viel auf einmal ändern. Füge jeweils nur ein neues Produkt hinzu und gib ihm ein paar Wäschen Zeit. Sonst weißt du nicht, was wirkt.
- Produkte auf handtuchtrockenem Haar. Dann verklumpen sie und es entsteht Frizz. Arbeite in tropfnassem Haar.
- Trocken bürsten. Das bricht Locken und macht sie frizzig. Entwirre nur mit Conditioner im Haar.
- Zu viel Öl. Öl spendet keine Feuchtigkeit, es versiegelt. Zu viel macht das Haar schlaff und fettig.
- Unpassende Inhaltsstoffe. Silikone und aggressive Sulfate machen eine CG-Routine schwierig. Sieh dir an, welche Inhaltsstoffe du besser meidest.
Woran erkennst du, ob deine Routine funktioniert?
Gib einer neuen Routine ein paar Wochen. Locken, die von Silikonen entwöhnt werden, reagieren anfangs oft anders. Achte danach auf diese Zeichen:
- Gut: Deine Locken fühlen sich weich und geschmeidig an, halten ein paar Tage ihre Form und lassen sich ohne viel Bruch entwirren.
- Zu wenig Feuchtigkeit: trocken, rau und frizzig, Locken fallen schnell aus. Probier mehr Leave-in oder öfter eine Maske.
- Zu schwer: schlaff, fettig, platter Ansatz. Nimm weniger Produkt, weniger Öl oder einen leichteren Styler.
- Build-up: stumpf und strohig, Produkte ziehen nicht mehr ein. Wasch einmal besonders gründlich mit Shampoo.
Bereit für den Start? Entdecke die komplette Curloom-Lockenroutine. Alle Produkte sind CG-geeignet, frei von Sulfaten und Silikonen und 100 % vegan. Was drin ist, steht auf der Seite Transparenz.
Häufige Fragen
In welcher Reihenfolge verwende ich Lockenprodukte?
Shampoo, dann Conditioner (oder einmal pro Woche eine Maske), dann Leave-in, danach ein Styler, dann trocknen und zum Schluss ein paar Tropfen Öl oder Serum. Von wässrig zu ölig: erst Feuchtigkeit geben, dann versiegeln.
Brauche ich alle Produkte?
Nein. Fang mit Shampoo, Conditioner und einem Leave-in an. Maske, Öl, Serum und Entwirrungsspray kommen später dazu, eins nach dem anderen, damit du siehst, was sie für deine Locken tun.
Kommt Öl vor oder nach dem Leave-in?
Nach dem Leave-in. Öl schließt Feuchtigkeit ein, spendet aber selbst keine. Trägst du zuerst Öl auf, kommt das Leave-in schlechter durch. Nur bei der LCO-Methode für Typ 4 kommt das Öl ganz am Ende, nach der Creme.
Ersetzt die Maske den Conditioner?
Ja, an dem Tag, an dem du eine Maske verwendest, ersetzt sie meist den Conditioner. Danach geht es ganz normal mit Leave-in und Styler weiter.
Trage ich Leave-in auf nasses oder trockenes Haar auf?
Auf nasses Haar, am besten tropfnass direkt nach dem Ausspülen. Auf trockenem Haar nimmst du nur ein wenig beim Auffrischen, zusammen mit etwas Wasser.
Wie lange dauert es, bis eine neue Routine wirkt?
Das ist individuell. Gib deinem Haar ein paar Wochen und ändere nicht alles gleichzeitig, damit du erkennst, welches Produkt was bewirkt.